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Meine Ausbildungsmethode orientiert sich an den neuesten Erkenntnissen der Kynologie (Lehre vom Hund) und
ich lerne bei jedem ausgebildeten Hund immer wieder etwas neues dazu.
Alle Ausbildungsziele werden nur mit dem Hilfsmittel “Stimme” und bei besonders schwierigen Übungen
auch mal unter Einsatz eines “Leckerchens” erreicht. Gestraft wird ebenfalls nur mit Hilfe der Stimme und dem absoluten Verbot “Nein”. Eine härtere Korrektur ist nicht notwendig.
Wenn sich der neue Führhundhalter an meine in der Einarbeitszeit gegebenen Anweisungen hält, kommt er
auch später mit Hilfe seiner Stimme zum gewünschten Ziel.
Die Ausbildung beginnt bereits beim Welpen mit Spaziergängen in der Stadt und im Wald (mit und ohne Leine)
und den üblichen “Gehorsamsübungen” (Fuß, Sitz, Platz).
Mit 12 Monaten werden dann alle Hunde röntgenologisch auf Hüft- und Ellenbogendysplasie untersucht und
nur mit dem Befund “HD/ED frei (= a normal)” und “HD/ED Verdacht (= a fast normal)” in die Ausbildung zum Blindenführhund übernommen.
Jetzt beginnt die Ausbildung im Führgeschirr.
Zunächst lernt der Hund das ruhige Anlegen lassen des Geschirres und geradliniges Gehen an einer gehweglosen Straße ohne Verkehr. Hat er diesen Lernschritt begriffen, geht es mit Richtungswechseln und Anzeigen von Bordsteinen weiter. Jeder Lernschritt baut auf dem zuvor gelernten auf und dieser wird dem Hund immer mehr gefestigt. Hat er einen Lernschritt (z.B. das Auffinden Briefkästen immer am gleichen Ort) erfolgreich abgeschlossen, so wird es in der nächsten Lernstufe etwas schwieriger (Briefkasten in fremder Umgebung). So kann ich überprüfen, ob der Hund “ortsgebunden” oder “objektgebunden” (was meinem Ausbildungsziel entspricht) gelernt hat.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildung ist das Anzeigen von Höhenhindernissen (Markisen, Äste
ect.), denn hier liegt der unschlagbare Vorteil des Hundes gegenüber einem Langstock. Hindernisse bis 2m Höhe müssen erkannt und angezeigt oder umgangen werden, obwohl sie weit außerhalb des hundlichen
Raumgefüges liegen.
Am Ende der Ausbildungszeit von etwa 7 - 9 Monaten ist der Hund in der Lage seinen zukünftigen Halter
durch dichtestes Menschen- gedränge zu führen und mit Hilfe von Bus oder Bahn auch weiter entfernte Örtlichkeiten aufzusuchen.
Meine Hunde besitzen alle den gleichen Ausbildungsstand, unabhängig davon wo sie später ihre Arbeit
verrichten (Großstadt oder Dorf).
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